|
|
|
Es geht hier nicht um ein bisschen Wandern während eines Autourlaubs, es geht auch nicht um Sightseeing mit ein wenig Natur.
Alles, was wir mitnehmen, müssen wir ständig tragen. Mehr als 16 Kilogramm sollte das gesamte Gepäck (ohne Wasser) keinesfalls wiegen. Andererseits sind wir oft viele Stunden ohne jeden Zivilisationskontakt, manchmal muss man doch im Freien übernachten, Proviant und Verbandszeug dürfen nicht fehlen. Ganz wichtig sind mindestens zwei Wasserflaschen pro Person. April bis Juni und ab Ende September sollte man doch auch an Regenschutz denken.
Die Wege sind durchwegs felsig, steinig, mit Wurzeln als Stolperfallen, manchmal sind Bäche oder kleinere Flüsse zu durchqueren, oft sind die Wege mit Brombeeren oder auch Brennnesseln zugewachsen. Trotz der Sommerhitze raten wir dringend zu guten, bequemen Wanderstiefeln bis hin zu guten Bergstiefeln. Im Hochsommer haben wir es auch schon mehrmals mit guten Joggingschuhen versucht, wir raten aber davon ab.
Natürlich haben Koffer, Reisetaschen und Handtaschen hier nichts verloren. Der Ruchsack muss groß genug (mind. 50 Liter) sein. Er braucht auch Seitentaschen für Kleinkram, eventuell eine Iso-Flaschentasche. Für den Rucksack muss auf jeden Fall ein Regenschutz dabei sein.
Man sollte stets mindestens für einen Tag (inkl. Nacht + Morgen) Proviant dabei haben, ansonsten alles, was man zwischen einem kargen französischen Frühstück und dem (meistens verfügbaren) guten Abendessen will (besonders geeignet sind alle hitze-resistenten Riegel, Trockenfrüchte, Nüsse), sehr ratsam sind auch Wasserzusätze in Pulverform (z. B. Isostar) gegen den starken Salzverlust in der Tageshitze. (Wegen der wenigen Einkaufsmöglichkeiten verweisen wir auf die Wegbeschreibungen.)
Der Schlafsack Wir raten zur Mitnahme eines leichten (< 1200 gr.) Mumienschlafsacks, den wir dann auch in der Gîte im Bett verwenden.
Isomatte und Biwaksack Nachdem wir meist unangemeldet in den Gites d' etape ankommen, ist es uns schon passiert, dass wir im Freien übernachten mussten, für solche Fälle gibt es oft (nicht immer!) geeignete Flächen, aber häufig nicht in unmittelbarer Gîte-Nähe.
Endlich ist der Euro da, das (sehr schwierige) Geldwechseln
ist also meist nicht mehr nötig und das (in der Regel nicht mögliche) Zahlen mit Euro-Scheck
ist ganz vorbei.
Unfallvorsorge Weil die Wege abseits liegen und wenig frequentiert sind, kann ein Unfall große Probleme bereiten. Deswegen sollten ordentliches Verbandszeug, Trillerpfeiffe, Spiegel, Lampe, genug Trinkwasser selbstverständlich sein. Genauso ist es sehr viel besser, nicht allein zu gehen. Sicher sehr sinnvoll ist ein Mobiltelefon, das Netz ist relativ gut, aber natürlich nicht flächendeckend.
|